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Versicherer in Deutschland 2026: Schäden, Solvenz, Aufsicht

Die Lage der deutschen Versicherer in Zahlen und Aufsichtsentscheidungen: Naturgefahren-Schäden, Solvency-II-Erleichterungen, Erlaubnisentzüge, Rechtsschutznutzung. Dieses Dossier wird mit jeder GDV-Statistik und jeder BaFin-Maßnahme fortgeschrieben.

Von Redaktion Die Finanzlage

Versicherer in Deutschland 2026: Schäden, Solvenz, Aufsicht
Symbolbild: Die Finanzlage (KI-generiert)

Stand: 7. September 2026. Aktualisierung mit jeder GDV-Statistik und jeder BaFin-Maßnahme; Protokoll am Ende.

1. Schäden

Naturgefahren verursachten im ersten Halbjahr 2026 versicherte Schäden von 950 Millionen Euro: 400 Millionen aus Sturm und Hagel in der Sachversicherung, 200 Millionen aus Überschwemmung und Starkregen, 350 Millionen in der Kfz-Versicherung. Die Summe entspricht dem ersten Halbjahr 2025, damals mit 500 Millionen Sturm/Hagel und 100 Millionen übrigen Elementarschäden. Im Zehnjahresmittel stiegen die Elementarschäden der Sachversicherung von 1,4 Milliarden Euro (2000 bis 2009) auf 2,4 Milliarden Euro (2016 bis 2025). Für das Gesamtjahr erwartet der GDV rund zwei Milliarden Euro aus Sturm und Hagel, eine Milliarde aus Elementarschäden und 1,2 bis 1,3 Milliarden in der Kfz-Sparte.

In der Rechtsschutzversicherung zählte der GDV 2025 bei 26,2 Millionen Verträgen 5,1 Millionen Leistungsfälle; in weniger als 0,3 Prozent der Deckungsanfragen lehnten die beteiligten Versicherer ab (rund die Hälfte des Marktes).

2. Solvenz und Aufsicht

Die BaFin hat am 13. Juli 2026 Erleichterungen aus dem Solvency-II-Review ermöglicht, am 16. Juli Rückversicherungsstatistiken für 2023 und 2024 veröffentlicht und am 22. Juli dem Bochumer Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit die Erlaubnis zum Betrieb des Versicherungsgeschäfts widerrufen. Die Aufsicht prüft nach ihren „Risiken im Fokus 2026“ außerdem Produktfreigabeverfahren ausgewählter Versicherer anhand von Effektivkosten, Stornoquoten und Geschäftsmodell und beobachtet Häuser mit hohen Vertriebsaufwendungen.

3. Politik

Der GDV wirbt für eine Elementardeckung mit Opt-out, verbindliche Prävention, eine Zusammenarbeit von Staat und Versicherern bei Extremrisiken und strengere Bauvorschriften in Überschwemmungsgebieten.

Was das für Berater heißt

Die Verdopplung der Elementarschäden im Zehnjahresmittel ist die Zahl, mit der die Elementardeckung im Bestand durchgesprochen gehört. Die Aufsicht schaut auf Vertriebsaufwendungen und Stornoquoten; Häuser, die dort auffallen, können Produkte und Provisionen ändern. Erlaubnisentzüge bleiben selten, verlangen aber sofortige Bestandsprüfung.

Kurz gesagt: Ruhiges Schadenhalbjahr, steigender Trend, und eine Aufsicht, die auf Kosten und Vertrieb schaut.

Änderungsprotokoll

    1. September 2026: Erstfassung.