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Versicherungsmakler 2026: Bestand, Nachfolge, Haftung, Regulierung
Was für Versicherungsmakler 2026 gilt: die Erlaubnis nach § 34d GewO, das Vermittlerregister, die Regeln für Bestandsverkauf und Nachfolge, die Haftung und die EU-Vorhaben, die den Beruf verändern. Dieses Dossier bündelt den Stand und wird laufend ergänzt.

Stand: 7. September 2026. Aktualisierung bei neuen Registerzahlen, Urteilen und Gesetzesstufen; Protokoll am Ende.
1. Erlaubnis und Register
Wer gewerbsmäßig Versicherungen vermittelt, braucht die Erlaubnis nach § 34d Gewerbeordnung (GewO) der zuständigen Industrie- und Handelskammer und den Eintrag im Vermittlerregister. Voraussetzungen sind Zuverlässigkeit, geordnete Vermögensverhältnisse, eine Berufshaftpflichtversicherung und der Sachkundenachweis. Die europäische Grundlage ist die Versicherungsvertriebsrichtlinie (IDD), die auch die Weiterbildungspflicht von 15 Stunden im Jahr vorgibt. Die Registerzahlen (Makler, Vertreter, Berater) veröffentlicht die DIHK quartalsweise; die Chronik entsteht im Cluster-Dossier „Vermittlerzahlen“.
2. Bestand und Nachfolge
Der Wert eines Maklerbestands hängt an Courtageeinnahmen, Vertragsstruktur, Kundenalter und der Übertragbarkeit der Courtagevereinbarungen. Pools und Versicherer bieten Übertragungsmodelle an; Fonds Finanz nennt Nachfolgelösungen ausdrücklich als Wachstumstreiber 2025. Bei der Übertragung sind Datenschutz (Einwilligung oder gesetzliche Grundlage für die Weitergabe der Kundendaten) und die Maklervollmacht zu beachten.
3. Haftung
Makler haften für Beratungsfehler nach § 63 Versicherungsvertragsgesetz (VVG) und aus dem Maklervertrag. Die Dokumentation der Beratung (§ 61 VVG) ist der Kern der Haftungsabwehr. Wichtige Urteile werden im Cluster-Dossier „Maklerhaftung“ gesammelt.
4. Regulierung, die kommt
Die EU-Kleinanlegerstrategie bringt keinen Provisionsdeckel, aber einen Inducement-Test, Ausweispflichten für Provisionsbestandteile und Value-for-Money-Vergleiche; Anwendung voraussichtlich 2029. Die PEPP-Reform könnte das europäische Vorsorgeprodukt für provisionsbasierte Beratung öffnen. Die BaFin prüft Finfluencer nach denselben Regeln, die für Vermittler gelten. Der BVK vertritt die Vermittler dazu mit einem eigenen Büro in Brüssel.
Was das für Berater heißt
Drei Dinge lohnen sich 2026: die Beratungsdokumentation auf die RIS-Logik (Kundennutzen, Kostenvergleich) umstellen, den Bestand bewerten lassen, bevor Nachfolge zum Thema wird, und die eigene Sichtbarkeit in sozialen Medien nach den Finfluencer-Regeln prüfen.
Kurz gesagt: Der Beruf bleibt provisionsbasiert, wird aber dokumentationspflichtiger, und der Bestand ist das Kapital.
Änderungsprotokoll
- September 2026: Erstfassung.