Regulierung & AufsichtMeldung

BaFin ordnet Cadence Vorlage von Placement-Agent-Verträgen an

Die BaFin hat der Cadence Growth Capital GmbH am 11. September 2026 angeordnet, Verträge mit Placement Agents sowie weitere Dokumente zur Erfüllung der Kundensorgfaltspflichten nach dem Geldwäschegesetz vorzulegen.

Von Henrike Alsmann, Chefin vom Dienst, Regulierung & Aufsicht

BaFin ordnet Cadence Vorlage von Placement-Agent-Verträgen an
Symbolbild: Die Finanzlage (KI-generiert)

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat der Cadence Growth Capital GmbH am 11. September 2026 angeordnet, Verträge mit Placement Agents und weitere Dokumente zur Erfüllung der Kundensorgfaltspflichten nach dem Geldwäschegesetz vorzulegen. Das geht aus einer Veröffentlichung der BaFin vom selben Tag hervor.

Zweck der Anordnung

Die BaFin will prüfen, ob Cadence Growth Capital bei neuen Geschäftsbeziehungen zu Placement Agents die Kundensorgfaltspflichten einhält. Welche Versäumnisse die Aufsicht festgestellt hat, steht in der Mitteilung nicht. Auch eine Frist für die Vorlage fehlt. Die Veröffentlichung erfolgt auf Grundlage des Paragrafen 60b Kreditwesengesetz, Paragraf 84 Wertpapierinstitutsgesetz und Paragraf 57 Geldwäschegesetz.

Hintergrund zu Placement Agents

Placement Agents vermitteln Kapital für geschlossene Fonds oder Private-Equity-Strukturen. Sie treten als Zwischenhändler zwischen Fondsgesellschaften und institutionellen oder vermögenden Anlegern auf. Das Geldwäschegesetz verpflichtet Finanzdienstleister, bei Geschäftsbeziehungen zu solchen Vermittlern die Identität, die wirtschaftlich Berechtigten und den Zweck der Geschäftsbeziehung zu prüfen und zu dokumentieren. Die Pflichten gelten unabhängig davon, ob der Vermittler im Inland oder Ausland sitzt.

Einordnung der Maßnahme

Die Anordnung ist eine Standardmaßnahme, wenn Zweifel an der Vollständigkeit der Dokumentation bestehen. Sie ist kein Verbot und keine Sanktion, sondern eine Aufforderung zur Nachbesserung. Dass die BaFin die Maßnahme öffentlich macht, ist seit 2021 Pflicht. Die Veröffentlichung sagt nichts über den Umfang möglicher Versäumnisse. Sie zeigt aber, dass die Aufsicht die Einhaltung der Geldwäsche-Sorgfaltspflichten bei Finanzdienstleistern prüft.

Was das für Berater heißt

Wer mit Placement Agents oder anderen Vermittlern zusammenarbeitet, muss Verträge, Identitätsnachweise und Dokumentationen zum Geschäftszweck vorhalten. Lücken in der Dokumentation können zu Anordnungen oder weitergehenden Maßnahmen führen. Die BaFin prüft die Einhaltung der Kundensorgfaltspflichten nicht nur bei Banken, sondern auch bei Finanzdienstleistern und Vermögensverwaltern. Wer unsicher ist, ob die eigene Dokumentation ausreicht, sollte die Checklisten der BaFin zum Geldwäschegesetz prüfen.

Kurz gesagt

Die BaFin hat Cadence Growth Capital angeordnet, Verträge und Dokumente zu Placement Agents vorzulegen, um die Einhaltung der Geldwäsche-Sorgfaltspflichten zu prüfen.

Quelle

BaFin, Anordnung vom 11. September 2026

Quelle

Laut Die Finanzlage

Die BaFin hat der Cadence Growth Capital GmbH am 11. September 2026 angeordnet, Verträge mit Placement Agents sowie weitere Dokumente zur Erfüllung der Kundensorgfaltspflichten nach dem Geldwäschegesetz vorzulegen.

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