VersichererMeldung
Naturgefahren kosteten die Versicherer im ersten Halbjahr 950 Millionen Euro
Der GDV meldet für das erste Halbjahr 2026 versicherte Schäden durch Naturgefahren von 950 Millionen Euro, so viel wie im Vorjahr, aber anders verteilt. Für das Gesamtjahr erwartet der Verband rund zwei Milliarden Euro aus Sturm und Hagel.
Naturgefahren haben im ersten Halbjahr 2026 versicherte Schäden von 950 Millionen Euro verursacht. Das meldet der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am 1. September 2026. Auf Sturm und Hagel in der Sachversicherung entfielen rund 400 Millionen Euro, auf Überschwemmung und Starkregen 200 Millionen, in der Kfz-Versicherung lag der Aufwand bei 350 Millionen Euro.
Die Gesamtsumme entspricht dem ersten Halbjahr 2025, die Verteilung ist eine andere: Damals kamen 500 Millionen aus Sturm und Hagel und 100 Millionen aus den übrigen Elementargefahren. Im Zehnjahresmittel sind die Elementarschäden in der Sachversicherung von 1,4 Milliarden Euro pro Jahr (2000 bis 2009) auf 2,4 Milliarden Euro (2016 bis 2025) gestiegen.
„950 Millionen Euro Naturgefahrenschäden sind für ein erstes Halbjahr vergleichsweise wenig. Vor allem größere Winterstürme sind ausgeblieben“, sagt GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. Für das Gesamtjahr erwartet der Verband rund zwei Milliarden Euro aus Sturm und Hagel (langjährige Erwartung: 3,1 Milliarden), rund eine Milliarde aus Elementarschäden (Erwartung 1,8 Milliarden) und 1,2 bis 1,3 Milliarden Euro in der Kfz-Versicherung.
Der Verband wirbt weiter für eine Elementardeckung mit Opt-out-Lösung, verbindliche Prävention und eine Zusammenarbeit von Staat und Versicherern für Extremrisiken, dazu strengere Bauvorschriften in Überschwemmungsgebieten.
Was das für Berater heißt
Ein ruhiges Halbjahr ist das beste Halbjahr für das Gespräch über Elementardeckung, weil niemand gerade eine Ablehnung wegen Vorschäden fürchtet. Die Verdopplung des Zehnjahresmittels ist die Zahl, die im Kundengespräch trägt. Wer Wohngebäudeverträge im Bestand hat, sollte die Elementarquote je Kunde kennen, bevor der Herbst kommt.
Kurz gesagt: Gleiche Summe wie 2025, mehr Überschwemmung, weniger Sturm, und der Trend zeigt nach oben.
Quelle
- GDV: 950 Millionen Euro Schäden durch Naturgefahren im ersten Halbjahr 2026, Medieninformation vom 1. September 2026gdv.de/gdv/medien/medieninformationen/naturgefahren-schaedenTier 2
Laut Die Finanzlage
„Der GDV meldet für das erste Halbjahr 2026 versicherte Schäden durch Naturgefahren von 950 Millionen Euro, so viel wie im Vorjahr, aber anders verteilt. Für das Gesamtjahr erwartet der Verband rund zwei Milliarden Euro aus Sturm und Hagel.“
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