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Bundeszuschuss zur Rente bindet 29 Prozent der Steuereinnahmen
Der Bundesrechnungshof warnte am 2. Oktober 2026, dass der Bundeszuschuss zur Rentenversicherung bereits 29 Prozent der Steuereinnahmen des Bundes bindet und bis 2040 auf 36,7 Prozent steigen könnte, berichtet Cash-online.
Von Henrike Alsmann, Chefin vom Dienst, Regulierung & Aufsicht

Update: Dieser Beitrag ergänzt die bereits veröffentlichte Meldung DFL-00198 um die Warnung des Bundesrechnungshofs vom 2. Oktober 2026 und ordnet Reddigs Forderung in den aktuellen Haushaltskontext ein.
Pascal Reddig, CDU-Bundestagsabgeordneter und stellvertretender Vorsitzender der Rentenkommission, hatte auf dem GDV-Versicherungstag im September 2026 gefordert, Einsparungen und Kapitaldeckung in der Rentenreform gemeinsam zu beschließen. Laut GDV warnte er davor, zunächst die vermeintlich leichter umsetzbaren Einsparungen zu beschließen und den Aufbau einer kapitalgedeckten Rente auf einen späteren Zeitpunkt zu vertagen.
Warum der Druck steigt
Der Bundesrechnungshof warnte am 2. Oktober 2026, dass der Bundeszuschuss zur Rentenversicherung bereits 2026 rund 29 Prozent der Steuereinnahmen des Bundes bindet, berichtet Cash-online. Bis 2040 könnte dieser Anteil auf 36,7 Prozent steigen, wenn die Rechtslage unverändert bleibt. Das Rentenpaket 2025 und die Mütterrente III verursachen bis 2040 Folgekosten von rund 210 Milliarden Euro zusätzlich, davon etwa 145 Milliarden Euro auf die Haltelinie beim Rentenniveau und rund 65 Milliarden Euro auf die Mütterrente III.
Der Bundeshaushalt 2026 sieht Bundesmittel für die Rentenversicherung in Höhe von 127,4 Milliarden Euro vor, davon 97,6 Milliarden Euro allgemeiner Bundeszuschuss. Die Mütterrente III erhöht die Erziehungszeit für vor 1992 geborene Kinder von 2,5 auf drei Jahre und führt zu einem Plus von rund 20 Euro Rente je Monat und Kind ab 2028, berichtet Cash-online.
Was das für Berater heißt
Die Zahlen des Bundesrechnungshofs zeigen, warum die CDU auf ein Gesamtpaket drängt: Ohne Kapitaldeckung steigt der Bundeszuschuss bis 2040 auf mehr als ein Drittel der Steuereinnahmen. Solange unklar ist, ob und wie private Anbieter in eine kapitalgedeckte Säule eingebunden werden, bleibt offen, ob sich neue Vertriebswege öffnen. Reddigs Ablehnung einer verpflichtenden Betriebsrente und seine Präferenz für das Sozialpartnermodell deuten darauf hin, dass die CDU auf freiwillige Lösungen setzt.