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GDV: 48 Prozent der Brände entstehen beim Kochen

Der GDV hat am 8. September 2026 mitgeteilt, dass 48 Prozent der Brände in der Küche beim Kochen entstehen, und empfiehlt Herdwächter zur Prävention.

Von Henrike Alsmann, Chefin vom Dienst, Regulierung & Aufsicht

GDV: 48 Prozent der Brände entstehen beim Kochen
Symbolbild: Die Finanzlage (KI-generiert)

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat am 8. September 2026 mitgeteilt, dass 48 Prozent der Brände in der Küche beim Kochen entstehen. Der Verband empfiehlt Herdwächter zur Prävention.

Was die Mitteilung sagt und was fehlt

Die 48 Prozent beziehen sich auf erfasste Brände. Aus welchem Zeitraum die Zahl stammt, wie viele Brände insgesamt erfasst wurden und welche Schadenhöhe durch Küchenbrände entsteht, steht in der Mitteilung nicht. Ob die Quote steigt oder sinkt, erklärt der GDV nicht.

Andere Brandursachen wie elektrische Defekte, Kerzen oder Rauchen nennt die Mitteilung nicht. Ob die Zahl auf Schadenakten der Versicherer, auf Feuerwehrstatistiken oder auf anderen Quellen beruht, bleibt offen.

Herdwächter

Ein Herdwächter ist laut GDV ein Gerät, das Brände in der Küche verhindern soll. Wie das Gerät technisch funktioniert, ob es den Herd automatisch abschaltet, mit Sensoren arbeitet oder auf andere Weise eingreift, erklärt die Mitteilung nicht. Angaben zu Kosten, Anbietern oder zur Verbreitung solcher Geräte fehlen.

Der GDV nennt keine Daten zur Wirksamkeit. Ob Versicherer Tarifrabatte für Kunden mit Herdwächter anbieten, wie viele das tun und in welcher Höhe, steht in der Mitteilung nicht. Wie viele Haushalte bereits ein solches Gerät nutzen oder wie viele Brände dadurch verhindert wurden, bleibt offen.

Einordnung

Wer Kunden auf Herdwächter hinweist, sollte wissen, dass der GDV die Empfehlung nicht mit Zahlen unterlegt. Ob die Anschaffung eines Herdwächters die Prämie senkt oder ob Versicherer die Kosten übernehmen, muss im Einzelfall geprüft werden. Die Empfehlung ist ein Hinweis auf ein Präventionsgerät, ohne Daten zur Wirksamkeit und ohne Tarifrabatte ist die Beratungsrelevanz begrenzt.

Die Branche könnte mehr aus dem Thema machen, wenn sie die Wirksamkeit solcher Geräte dokumentiert und in Tarifen abbildet. Ob das geschieht, hängt davon ab, ob Versicherer die Wirkung von Herdwächtern in ihren Schadenstatistiken nachweisen können.

Kurz gesagt: Der GDV nennt 48 Prozent der Brände als Folge des Kochens und empfiehlt Herdwächter, liefert aber keine Daten zur Wirksamkeit.