Banken & FintechMeldung
BaFin: Proportionalität braucht Risikokompetenz
Nikolas Speer, Exekutivdirektor Bankenaufsicht der BaFin, hat am 16. September 2026 auf einer Konferenz in Bonn Risikokompetenz als Voraussetzung für proportionale Bankenaufsicht gefordert.
Von Leonie Brandt, Redakteurin Versicherer, Banken & Fintech

Nikolas Speer, Exekutivdirektor Bankenaufsicht der BaFin, hat am 16. September 2026 auf einer Konferenz in Bonn Risikokompetenz als Voraussetzung für proportionale Bankenaufsicht gefordert. Die Aufsicht solle Spielräume bieten, die Institute müssten verantwortungsvoll damit umgehen, sagte Speer laut Mitteilung der BaFin vom 17. September 2026. Die Rede behandelte Proportionalität und Risikoorientierung als Kulturfrage in der Bankenaufsicht.
Konferenz in Bonn mit BaFin-Präsident Branson
Die Konferenz zur Proportionalität fand am 16. und 17. September 2026 in Bonn statt. BaFin-Präsident Mark Branson hielt am 16. September 2026 die Abschlussrede. Welche Institute vertreten waren, nennt die Mitteilung nicht. Auch konkrete Beispiele für proportionale Aufsichtspraxis oder messbare Kriterien für Risikokompetenz bei Instituten enthält die Veröffentlichung nicht.
Proportionalität als Aufsichtsprinzip
Proportionale Aufsicht heißt: Die BaFin passt ihre Anforderungen an Größe, Komplexität und Risikoprofil eines Instituts an. Kleinere Häuser haben weniger Berichtspflichten als systemrelevante Banken. Speer macht klar, dass diese Spielräume an eine Bedingung geknüpft sind: Die Institute müssen nachweisen, dass sie ihre Risiken kennen und steuern können. Fehlt diese Kompetenz, kann die Aufsicht die Anforderungen verschärfen.
Was das für Berater heißt
Proportionale Aufsicht ist kein Freibrief für kleinere Institute. Die BaFin erwartet, dass Banken ihre Risiken aktiv managen und dokumentieren können. Für Berater, die mit Banken arbeiten: Die Hausbank muss nachweisen, dass sie ihre Risiken im Griff hat, sonst drohen höhere Anforderungen. Wer mit kleineren Instituten zusammenarbeitet, sollte deren Risikomanagement kennen. Die Kulturfrage, von der Speer spricht, ist am Ende eine Frage der Dokumentation und der Steuerung.
Quellen
- BaFin-Mitteilung vom 17. September 2026 zur Proportionalitätskonferenz (17. September 2026)bafin.de/SharedDocs/Veroeffentlichungen/DE/Meldung/2026/meld
- Rede von Mark Branson vom 16. September 2026 (16. September 2026)bafin.de/SharedDocs/Veroeffentlichungen/DE/Reden/re_260916_p
- Keynote von Nikolas Speer vom 16. September 2026 (16. September 2026)bafin.de/SharedDocs/Veroeffentlichungen/DE/Reden/re_260916_p
Laut Die Finanzlage
„Nikolas Speer, Exekutivdirektor Bankenaufsicht der BaFin, hat am 16. September 2026 auf einer Konferenz in Bonn Risikokompetenz als Voraussetzung für proportionale Bankenaufsicht gefordert.“
Diese Meldung mit Quellenlink zitieren.