Altersvorsorge & PolitikMeldung
CDU fordert Rentenreform als Gesamtpaket
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Pascal Reddig hat auf dem GDV-Versicherungstag im September 2026 davor gewarnt, die Empfehlungen der Alterssicherungskommission in Einzelschritten umzusetzen.
Von Henrike Alsmann, Chefin vom Dienst, Regulierung & Aufsicht

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Pascal Reddig hat auf dem GDV-Versicherungstag im September 2026 davor gewarnt, die Empfehlungen der Alterssicherungskommission in Einzelschritten umzusetzen. Reddig, stellvertretender Vorsitzender der Rentenkommission, forderte laut GDV, Kapitaldeckung und Einsparungen als Gesamtpaket zu beschließen.
Nach Reddigs Auffassung müsse die Aussicht auf höhere Alterseinkommen durch Kapitaldeckung Teil derselben Entscheidung wie Belastungen sein, um politische Glaubwürdigkeit zu wahren. Er begründete das damit, dass eine kapitalgedeckte Ergänzung der gesetzlichen Rente langfristig ein höheres Rentenniveau ermögliche, ihr Aufbau aber zunächst zusätzliche Beiträge erfordere.
Zu den von der Alterssicherungskommission vorgeschlagenen Maßnahmen zählen nach Reddigs Darstellung die Einbeziehung neuer Selbstständiger, eine weitere Anhebung des Renteneintrittsalters und Änderungen bei der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren. Die Kommission hatte ihren Bericht am 24. Juni 2026 vorgelegt und darin 33 Reformempfehlungen formuliert, darunter eine verpflichtende kapitalgedeckte Zusatzrente nach schwedischem Vorbild, berichtet Cash-Online.
Reddig sieht bei der konkreten Organisation der Kapitaldeckung noch Klärungsbedarf, insbesondere bei der staatlichen Verwaltung des Kapitals und der Einbindung privater Anbieter. Eine verpflichtende zweite Säule der Betriebsrente hält er derzeit nicht für notwendig und setzt stattdessen auf neue Zugangsmöglichkeiten und eine weitere Öffnung des Sozialpartnermodells.
Einordnung
Der Bundesrechnungshof warnt den Haushaltsausschuss des Bundestags laut Cash-Online, dass der Bundeszuschuss zur Rente in den 2030er-Jahren auf fast 46 Prozent der Steuereinnahmen steigen könnte, sofern der Bund sämtliche Empfehlungen der Alterssicherungskommission umsetzt. Bleibt es beim bereits beschlossenen Rentenpaket 2025, geht der Bundesrechnungshof für die 2030er-Jahre von einem Anteil zwischen etwa 36 und 37 Prozent aus. Das Rentenpaket 2025 belastet den Bundeshaushalt laut Bundesrechnungshof bis 2040 mit rund 210 Milliarden Euro zusätzlich.
Quellen
- GDV-Mitteilung zum Versicherungstag (1. Oktober 2026)gdv.de/gdv/themen/leben/versicherungstag-warnung-vor-einer-r
- Cash-Online-Bericht zum Bundesrechnungshof (2. Oktober 2026)cash-online.de/a/bundeszuschuss-rente-bundesrechnungshof-726
Laut Die Finanzlage
„Der CDU-Bundestagsabgeordnete Pascal Reddig hat auf dem GDV-Versicherungstag im September 2026 davor gewarnt, die Empfehlungen der Alterssicherungskommission in Einzelschritten umzusetzen.“
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