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Lohnanbindung verdoppelte Rente real seit 1957

Die Bundesregierung hat am 18. September 2026 in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen beziffert, dass sich die Nettostandardrente von 1957 bis 2025 real auf das 2,2-fache erhöht hat.

Von Henrike Alsmann, Chefin vom Dienst, Regulierung & Aufsicht

Lohnanbindung verdoppelte Rente real seit 1957
Symbolbild: Die Finanzlage (KI-generiert)

Die Bundesregierung hat am 18. September 2026 in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen beziffert, dass sich die Nettostandardrente von 1957 bis 2025 real auf das 2,2-fache erhöht hat. Nach Abzug der Preissteigerungen hat sich die Kaufkraft der Rente damit mehr als verdoppelt. Bei einer Preisindexierung wäre die Nettostandardrente real auf dem Stand von 1957 geblieben, schreibt die Bundesregierung.

Die Zahlen beziehen sich auf den Zeitraum von 1957 bis 2025 und zeigen den Effekt der Lohnanbindung über fast sieben Jahrzehnte. Die Bundesregierung reagiert damit auf die Anfrage zur Lohnorientierung der Renten.

Hintergrund zur Rentenformel

Die gesetzliche Rente folgt seit 1957 dem Prinzip der Lohnanbindung. Die Rentenanpassung orientiert sich an der Entwicklung der Bruttolöhne der Beschäftigten. Steigen die Löhne, steigen auch die Renten. Bei einer Preisindexierung würde nur die Inflation ausgeglichen.

Die Nettostandardrente ist eine Rechengröße, die eine Rente nach 45 Beitragsjahren mit Durchschnittsverdienst abbildet. Sie dient als Vergleichsmaßstab, nicht als individuelle Rentenprognose.

Politische Debatte

Die Frage, ob die Rente an Löhne oder an Preise gekoppelt sein soll, wird seit Jahrzehnten diskutiert. Eine Preisindexierung würde die Rentenausgaben langfristig senken, aber auch die Kaufkraft der Rentner im Verhältnis zu den Erwerbstätigen verringern. Die Lohnanbindung sichert die Teilhabe der Rentner an der allgemeinen Einkommensentwicklung. Die Antwort der Bundesregierung quantifiziert diesen Unterschied über fast sieben Jahrzehnte.

Was das für Berater heißt

Wer Kunden die gesetzliche Rente erklärt, kann mit diesen Zahlen zeigen, dass die Lohnanbindung langfristig mehr leistet als eine reine Inflationsanpassung. Das Argument zieht bei Kunden, die die gesetzliche Rente für real wertlos halten. Die Zahlen der Bundesregierung liefern ein Gegengewicht zu dieser Annahme und helfen, die Rolle der gesetzlichen Rente in der Altersvorsorge realistisch einzuordnen. Wer die Lücke zwischen Nettostandardrente und individuellem Bedarf berechnet, hat mit diesen Daten eine solidere Grundlage.

Quelle

Laut Die Finanzlage

„Die Bundesregierung hat am 18. September 2026 in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen beziffert, dass sich die Nettostandardrente von 1957 bis 2025 real auf das 2,2-fache erhöht hat.“

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